Fake vs. Fakt?

Ein Text-Experiment zur Austauschbarkeit von Propagandawörtern

Soziale Marktwirtschaft:
Eine Sprachschöpfung, die den Widerspruch zwischen Idee und Wirklichkeit der Marktwirtschaft in den „liberalen Demokratien“ des Westens markiert. Die Bezeichnung stammt ursprünglich von neoliberalen Kritikern des herrschenden marktwirtschaftlichen Modells. In den späten 1980er und vor allem 1990er Jahren verwenden die bürgerlichen Regierungen diesen Begriff zuweilen selbst. Dass auf die Differenz zwischen Theorie und Praxis eigens hingewiesen werden muss, liegt daran, dass die Propaganda zunächst behauptet, die Idee der liberalen Marktwirtschaft sei im Westen verwirklicht worden. Erst später wird die „an sich gute Idee“ von der „mit einigen Mängeln behafteten Wirklichkeit“ unterschieden. Dies soll darüber hinwegtäuschen, dass die marktliberale Idee kapitalistischer Ausprägung prinzipiell auf Gewalt und Unterdrückung beruht. Deshalb kann sie ihr Versprechen von Freiheit und Gleichheit der Menschen nicht einlösen.
(= fingierte Version bzw. Umschreibung des folgenden Originaltextes)

Real existierender Sozialismus:
Eine Sprachschöpfung, die den Widerspruch zwischen Idee und Wirklichkeit des Sozialismus‘ in den Ostblockstaaten markiert. Die Bezeichnung stammt ursprünglich von linken Kritikern des herrschenden Sozialismusmodells. In den späten 1970er und vor allem 1980er Jahren verwenden die herrschenden Kommunisten diesen Begriff zuweilen selbst. Dass auf die Differenz zwischen Theorie und Praxis eigens hingewiesen werden muss, liegt daran, dass die Propaganda zunächst behauptet, die Idee des Sozialismus‘ sei im Ostblock verwirklicht worden. Erst später wird die „an sich gute Idee“ von der „mit einigen Mängeln behafteten Wirklichkeit“ unterschieden. Dies soll darüber hinwegtäuschen, dass die kommunistische Idee marxistisch-leninistischer Ausprägung prinzipiell auf Gewalt und Unterdrückung beruht. Deshalb kann sie ihr Versprechen von Freiheit und Gleichheit der Menschen nicht einlösen.

(Quelle des originalen Textes)

Wahlspruch
„Kernkompetenz Flexibilität“

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